Corona-Navigator

++ Wichtige Informationen für den Tourismus ++

Ein Angebot des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes

Die Methodik des Recovery-Checks #2

Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes. 23.04.2020
Im zweiten Durchlauf des Recovery-Checks wurde das zu erwartende gebuchte Umsatzvolumen im Vergleich zum Basiszeitraum 2019 ermittelt und innerhalb der beiden Tourismusarten Binnentourismus und internationaler Tourismus untersucht. So wird eine differenzierte Einschätzung von Tourismussektoren ermöglicht, da diese unterschiedliche Geschäftsmodelle, Zielgruppen und Sicherheitsrisiken haben. Die Werte wurden anhand der Ergebnisse des Recovery-Checks#1 sowie den neusten politischen Entwicklungen, Veröffentlichungen und Analysen ermittelt und erneut mit Branchenexperten abgestimmt.

Die beiden Tourismusarten Binnentourismus und Internationaler Tourismus wurden wie folgt definiert:

I              Binnentourismus, auch Inlandstourismus, bezeichnet den Reiseverkehr der einheimischen Wohnbevölkerung innerhalb Deutschlands. Betrachtet werden die in Deutschland gebuchten Umsätze für Reisen einheimischer Touristen.

II            Internationaler Tourismus umfasst sowohl das Incoming als auch das Outgoing. Incoming beschreibt den Reiseverkehr von Personen aus dem Ausland nach und innerhalb von Deutschland. Outgoing-Tourismus ist Reiseverkehr der einheimischen Wohnbevölkerung ins Ausland. Betrachtet werden in dieser Studie die in Deutschland gebuchten Umsätze für Reisen ausländischer Touristen sowie die in Deutschland gebuchten Umsätze für Reisen einheimischer Touristen ins Ausland.

Um das Meinungsbild der deutschen Tourismuswirtschaft besser abbilden zu können, wurde die Befragungsrunde für den Recovery-Check#2 erweitert. Neben dem Fachbeirat des Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes wurden zahlreiche weitere Vertreter der Branche um ihre Einschätzung gebeten. Dafür haben wir einerseits mit personalisierten Links für die Fachbeiratsmitglieder und bekannten Panelteilnehmer gearbeitet, sowie zusätzlich ein offenes Panel eröffnet. Der offene Befragungslink konnte von den Empfängern, darunter Verbänden, Newsletterabonnenten und Workshopteilnehmer, weiterversendet werden. Insgesamt haben rund 500 Branchenexperten am Recovery-Check#2 teilgenommen.

Die Erholung der deutschen Tourismuswirtschaft lässt sich in die vier Phasen „Lockdown“, „Lockerung“, „Belebung“, und „Normalisierung“ aufteilen, welche wie folgt definiert sind:

I Die Phase des touristischen Lockdowns beschreibt den heutigen Zustand (Stand: 23.04.2020), in dem das öffentliche Leben stark eingeschränkt ist. Das touristische Geschäft ist umfänglich zum Erliegen gekommen. Geschäftsreiseverkehr findet in sehr deutlich reduzierten Umfang und fast ausschließlich auf nationaler Ebene statt

II Während der touristischen Lockerung gibt es weiterhin Restriktionen in der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit sowie erhöhte Hygienevorschriften für alle. Freizeitreisen im Familienverbund mit Übernachtungsanteil innerhalb Deutschlands sind möglich. Grenzüberschreitende Reisen sind im Businessbereich erlaubt, im Freizeitbereich nicht. Veranstaltungen mit begrenzter Personenanzahl werden im Laufe der Lockerung unter Sicherheitsauflagen wieder erlaubt.

III In der touristischen Belebungsphase werden die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes schrittweise für eine zunehmende Anzahl von Ländern aufgehoben. Diese können jedoch zurückgenommen werden, sobald sich neue Infektionsherde bilden. Daher sind weiterhin starke Auflagen, z. B. bei Großveranstaltungen, vorhanden bzw. erneut möglich. Eine direkt lineare Aufwärtsentwicklung im touristischen Geschäft kann nicht unterstellt werden. Die Nachvollziehbarkeit weiter auftretender Infektionen muss gegeben sein.

IV Während der Normalisierung ist ein Impfstoff für alle verfügbar, es herrscht eine weitgehende Immunität vor. Innerhalb der EU sowie sukzessive auch weltweit gibt es keine Reiseeinschränkungen mehr. Am Ende dieser Phase steht die vollständige Normalisierung der Reise- und Geschäftstätigkeit auf dem Niveau des Basisjahres 2019.

Der komplette Recover-Check #2 zum Download.



Zurück zur Übersicht