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++ Wichtige Informationen für den Tourismus ++

Ein Angebot des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes

Corona-Hilfe für touristische Unternehmen: Alle wichtigen Maßnahmen der Länder im Überblick

Von Franziska Thiele, 17. März 2020 (zuletzt aktualisiert am 1. April, 17:00 Uhr)

Das Coronavirus belastet die globale Wirtschaft in allen Sektoren. Für viele Unternehmen der Tourismusbranche sind die Auswirkungen existenzbedrohend, die aktuelle Geschäftslage alarmierend. Zur Sicherung der Liquidität können staatliche Hilfen in Anspruch genommen werden. Die EU hat finanzielle Unterstützung und einen flexiblen rechtlichen Rahmen zur Umsetzung von Maßnahmen in den Mitgliedstaaten zugesichert. Bund und Länder arbeiten mit Hochdruck an Unterstützungsmaßnahmen und konkreten Liquiditätshilfen

Die Sofortmaßnahmen des Bundes stellen wir in diesem Artikel vor. Bestehende Förderprogramme für touristische Unternehmen finden Sie auch in unserem Förderwegweiser. Nachfolgend fassen wir die Inhalte der umgesetzten und geplanten Unterstützungsmaßnahmen der Bundesländer zusammen und werden diese kontinuierlich aktualisieren.

Für weitere Informationen und individuelle Beratung zum Umgang mit dem Coronavirus haben wir die zuständigen Institutionen und Ansprechpartner in den jeweiligen Bundesländern verlinkt:

 

Bayern (Antragsstellung möglich)

Baden-Württemberg (Antragsstellung möglich)

Berlin (Antragsstellung möglich)

Brandenburg (Antragsstellung möglich)

Bremen (Antragsstellung möglich)

Hamburg (Antragsstellung möglich)

Hessen (Antragsstellung möglich)

Mecklenburg-Vorpommern (Antragsstellung möglich)

Niedersachsen (Antragsstellung möglich)

Nordrhein-Westfalen (Antragsstellung möglich)

Rheinland-Pfalz (Antragsstellung möglich)

Saarland (Antragsstellung möglich)

Sachsen (Antragsstellung möglich)

Sachsen-Anhalt (Antragsstellung möglich)

Schleswig-Holstein (Antragsstellung möglich)

Thüringen (Antragsstellung möglich)

 

Bayern (aktualisiert am 01.04., 17:00 Uhr)

In Bayern wurde ein Sondervermögen eingerichtet. Am 24.03. hat die Bayrische Staatsregierung beschlossen, den BayernFonds mit insgesamt 20 Milliarden Euro auszustatten. (Quelle: bayern.de)

Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus verschiedene Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften, Mittelstandsschirm) zur Verfügung. Informationen zu den Darlehensprodukten und Bürgschaftsprogrammen gibt es bei der LfA Förderbank Bayern. Die LfA erhält einen zusätzlichen Bürgschaftsrahmen von inzwischen zwei Milliarden Euro. Die Ausfallbürgschaften wurden auf bis zu 90 Prozent erhöht.

Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer können gestundet sowie Vorauszahlungen der Gewerbesteuer auf null gesetzt werden. Bis zu einer etwaigen bundeseinheitlichen Regelung gilt Folgendes: Auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat können die Finanzämter im konkreten Einzelfall teilweise oder ganz verzichten, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist.

Zusätzlich hat die Bayerische Staatsregierung ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler in Bayern richtet, die von der Coronakrise besonders betroffen sind. Dazu gehören Betriebe der Gastronomie oder auch Kulturschaffende. Die Soforthilfe ist gestaffelt nach Betriebsgröße und beträgt zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro. Anträge können ab sofort gestellt werden. Informationen zur Beantragung gibt es hier.

Die Bayerische Staatsregierung hat eine Anpassung der Förderhöchstsummen im Soforthilfeprogramm Corona beschlossen (von derzeit 15.000 Euro auf 30.000 Euro für Unternehmen bis zu 50 Mitarbeitern und von derzeit 30.000 Euro auf 50.000 Euro für Unternehmen bis zu 250 Mitarbeitern). Das Wirtschaftsministerium wird außerdem die Richtlinien des bayerischen Programms mit Blick auf die Definition des Liquiditätsengpasses an die Regelungen des Bundesprogramms anpassen, um im Verwaltungsvollzug einen Gleichlauf der beiden Programme zu gewährleisten. (Quelle: bayern.de)

Relevante Informationen für Unternehmen stellt das bayrische Wirtschaftsministerium hier bereit.

 

Baden-Württemberg (akualisiert am 25.03., 18:30 Uhr)

Im Rahmen des Soforthilfeprogramms will die die Landesregierung die wirtschaftliche Existenz von Solo-Selbstständigen, gewerblichen Unternehmen, Sozialunternehmen und von Angehörigen der Freien Berufe sichern. Die Förderung erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, zunächst für drei Monate, in Höhe von 9.000 bis 30.000 Euro, für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Anträge können ab sofort gestellt werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg verweist darüber hinaus auf die bestehenden Förderinstrumente der L-Bank.

Mit einem Krisenberatungsprogramm wird insbesondere Mittelständlern und Selbstständigen eine zusätzliche Hilfeleistung geboten.

Ein Beteiligungsfonds bei der L-Bank, der mit einer Milliarde Euro ausgestattet ist, soll das Eigenkapital von kleinen und mittleren Unternehmen stärken.

Die Landesregierung hat angekündigt, den Bürgschaftsrahmen für Landesbürgschaften im Haushalt von 200 Millionen auf eine Milliarde Euro zu verfünffachen. Die Bürgschaftsbanken sollen künftig Bürgschaften bis zu 250.000 Euro in eigener Kompetenz entscheiden können. Die Bürgschaftsbank kann künftig bis zu einer Summe von 2,5 Millionen Euro verbürgen.

(Quelle: wm.baden-wuerttemberg.de)

 

Berlin (aktualisiert am 27.03., 16:15 Uhr)

Über die bestehenden Liquiditätshilfen hinaus stellt der Berliner Senat mit der Soforthilfe I bis zu 100 Millionen Euro an Überbrückungskrediten über die IBB bereit. Zu diesen Mitteln haben bisher ausgeschlossene und nun sehr stark betroffene Branchen wie z.B. Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergung und konsumorientierte Dienstleistung (z.B. Clubs) Zugang erhalten.

Anträge für "Rettungsbeihilfe Corona - Soforthilfe-Paket I" können ab sofort hier gestellt werden.

Die BürgschaftsBank Berlin unterstützt mit Bürgschaften in Höhe von bis zu 2,5 Millionen Euro (bisher max. 1,25 Mio. Euro). Bei Bürgschaften bis zu einem Betrag von 250.000 Euro werden Zusagen innerhalb von drei Arbeitstagen gewährt.

Darüber hinaus hat der Berliner Senat die Soforthilfemaßnahmen für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige sowie für Freiberuflerinnen und Freiberufler geplant. Die Soforthilfe II sieht ein Landesprogramm in Höhe von 100 Mio. Euro für das laufende Jahr vor. Auch der Tourismus ist hier explizit bedacht. Die Betroffenen sollen schnell und mit geringem bürokratischem Aufwand Zuschüsse zur Sicherung ihrer beruflichen bzw. betrieblichen Existenz beantragen können. (Quelle: berlin.de)

Die Antragsstellung für den Corona Zuschuss (Soforthilfe II) ist ab sofort bei der IBB möglich.

 

Brandenburg (aktualisiert am 25.03., 11:30 Uhr)

Die Brandenburger Landesregierung will wegen der Corona-Krise einen Rettungsschirm von einer halben Milliarde Euro auf den Weg bringen. Mit dem Geld sollen Notlagen abgefedert werden. Zentrale Anlaufstellen sind die Regionalcenter der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB). Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die unter Leitung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie in kleinem Kreis und unter absoluter Vertraulichkeit Lösungsmöglichkeiten im Einzelfall prüft. Der Arbeitsgruppe gehören neben dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie die Investitionsbank des Landes Brandenburg, die Bürgschaftsbank Brandenburg, die TMB Tourismus-Marketing Gesellschaft sowie die Wirtschaftsförderung Brandenburg an.

Bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) können ab sofort Anträge für Soforthilfe gestellt werden. Zuwendungsempfänger sind Unternehmen und freiberuflich Tätige mit bis zu 100 Beschäftigten. Mit dem Soforthilfeprogramm sollen notleidende Unternehmen unbürokratisch und kurzfristig zwischen 5.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung erhalten können. Diese Soforthilfen sollen nicht als Darlehen, sondern als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. (Quelle: mwae.brandenburg.de; ilb.de)

Über passende Förderprogramme informiert die ILB auf einer Sonderseite.

 

Bremen (aktualisiert am 24.03., 15:45 Uhr)

Die Bremer Aufbau-Bank hat ein zusätzliches Budget von 10 Millionen Euro bereitgestellt. Für Liquiditätsbedarfe unter 50.000 Euro, die von der jeweiligen Hausbank nicht finanziert werden, können Betroffene direkt bei der BAB Task-Force eine Anfrage für einen Betriebsmittelkredit (Corona-Krise) stellen. (Kleinst-) Unternehmen, Freiberufler*innen sowie Künstler*innen werden vorrangig und prioritär bedient. Die Task-Force berät Unternehmen, Selbständige und Freiberufler und entwickelt im regen Austausch mit der Unternehmensleitung und der jeweiligen Hausbank individuell passende Lösungen. Auch die BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven hat eine Task-Force eingerichtet.

In einem neu aufgelegten Förderprogramm können Unternehmen in Bremen und Bremerhaven, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, Soforthilfen von bis zu 5.000 Euro im vereinfachten Verfahren und bei besonderem Bedarf bis 20.000 Euro beantragen. Den Zuschuss können Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz sowie Freiberufler in Bremen und Bremerhaven erhalten.

Die Beantragung der Corona-Soforthilfe erfolgt nach Möglichkeit online über das Antragsformular, das von der Task Force der BAB bereitgestellt wird.

(Quelle: bab-bremen.de)

Unternehmen und Selbständige finden alle aktuellen Informationen in einem News-Ticker des Bremer Senats.

 

Hamburg (aktualisiert am 31.03., 10:45 Uhr)

Der Hamburger Senat hat erste Eckpunkte eines Schutzschirms für Unternehmen und Institutionen, die von der Coronavirus-Krise betroffen sind, bekannt gegeben.

Ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Betriebe und Freiberufler (Hamburger Corona Soforthilfe, HCS) soll nach der Anzahl der Beschäftigten gestaffelt sein und sieht direkte, echte Zuschussmittel in Höhe von 2.500 bis 30.000 Euro vor. Die Förderung wird mit dem Notfallfonds des Bundes verzaht und startet voraussichtlich in dieser Woche.

Über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) und die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg (BG Hamburg) unterstützt die Stadt Hamburg schon jetzt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bestehenden Förderinstrumenten wie z. B. den Förderprogrammen "Hamburg-Kredit Gründung und Nachfolge“ und "Hamburg-Kredit Wachstum". Die IFB-Förderprogramme sollen deutlich erweitert und die Konditionen verbessern werden, um die gestarteten KfW-Förderprogramme für die Hamburger Bedarfe passgenau zu flankieren. Erster Baustein wird der HamburgKredit-Liquidität (HKL) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Kreditvolumen von je bis zu 250.000 Euro sein.

Kleineren und Kleinstunternehmen soll der Zugang zu Betriebsmittelfinanzierungen erleichtert werden. Bei der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg GmbH (BG) wird der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Die BG kann Bürgschaftsvolumen erhält „echte Eigenkompetenz“ und kann Bürgschaften in Höhe von 250.000 Euro innerhalb von 72 Stunden vergeben.

(Quelle: hamburg.de)

Die Förderprogramme des Hamburger Schutzschirms werden über die IFB Hamburg umgesetzt. Betroffene Unternehmen können die Antragsstellung bereits vorbereiten und sich hier für eine Corona-Infomail anmelden. Zusätzlich wird auch die Corona-Soforthilfe des Bundes in Hamburg über die IFB Hamburg abgewickelt.  (Quelle: ifbhh.de)

Die Antragsstellung für die Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) ist ab sofort möglich.

Unternehmen finden hier weitere Informationen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.

 

Hessen (aktualisiert am 30.03., 11:45 Uhr)

Hessen setzt bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zunächst auf bewährte Mittel der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) zur Entlastung der hessischen Unternehmen. Hierunter fallen auch Kredite aus dem Förderprogramm “Kapital für Kleinunternehmen“, das 2010 gezielt aufgelegt wurde, um die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise abzufedern. Hieraus können kleine Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen) und freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Mio. Euro Jahresumsatz Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um 50 % aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig.

Die hessische Landesregierung unterstützt die Wirtschaft zunächst mit steuerlichen Soforthilfen von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Betroffene hessischen Unternehmen, Freiberufler und sehr kleine Unternehmen erhalten eine vorübergehende Liquiditätsspritze von bis zu 1,5 Milliarden Euro, indem die bei der Umsatzsteuer gezahlte Sondervorauszahlung auf ‚Null‘ herabgesetzt wird und die Unternehmen die bereits gezahlte Steuervorauszahlung erstattet bekommen, sofern sie nicht mit anderen Zahllasten zu verrechnen ist. Dazu stellen die Unternehmen einen formlosem Antrag oder nutzen ELSTER. Darüber hinaus soll das Bürgschaftsvolumen auf 5 Milliarden Euro erhöht werden. (Quelle: hessen.de)

Kleine und mittlere Unternehmen in Hessen können bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) Liquiditätshilfen beantragen. Pro Endkreditnehmer wird ein Kreditbetrag zwischen 5.000 und 200.000 Euro bereitgestellt. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Antragsberechtigt sind Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht), der freiberuflich Tätigen, sowie am Markt tätigen Sozialunternehmen in Rechtsform einer gGmbH. Der Sitz des Unternehmens oder eine Betriebsstätte müssen sich in Hessen befinden. (Quelle: WiBank.de)

Anträge für die "Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige" des Bundes und des Landes können ab sofort beim Regierungspräsidium Kassel gestellt werden. Der nicht rückzahlbare Zuschuss ist nach Anzahl der Beschäftigten von 10.000 Euro bis 30.000 Euro gestaffelt. (Quelle: hessen.de)

 

Mecklenburg-Vorpommern (aktualisiert am 01.04., 17:00 Uhr)

Für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern wurde ein 100-Millionen-Euro-Maßnahmepaket geschnürt. Inzwischen wurde sich auf die Schaffung eines „MV-Schutzfonds“ verständigt. Mit einem Maßnahmenpaket von insgesamt 1,1 Milliarden Euro sollen die Unternehmen im Land unterstützt und Arbeitsplätze gesichert werden.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt von der Coronakrise besonders geschädigten gewerblichen Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten und Angehörigen der Freien Berufe einschließlich Kulturschaffender Zuschüsse von 9.000 bis 40.000 Euro zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses. Die Soforthilfe kann beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern ab sofort beantragt werden. (Quelle: regierung-mv.de)

Ab sofort können auch Unternehmen mit 50 bis 100 Beschäftigten in wirtschaftlicher Schieflage eine nicht rückzahlbare Soforthilfe in Höhe von 60.000 Euro beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern beantragen. Dafür stellt das Land 36 Millionen Euro bereit. (Quelle: regierung-mv.de)

Drüber hinaus beinhaltet der MV-Schutzfonds 200 Millionen Euro für weitgehend zinsfreie Überbrückungsdarlehen sowie einen Bürgschaftsrahmen von 1,6 Milliarden Euro. Zusätzlich werden 100 Millionen Euro für ein Beteiligungsprogramm bereitgestellt, mit dem sich das Land zeitweilig an Unternehmen beteiligen kann, um diese zu stabilisieren. (Quelle: regierung-mv.de)

Auf der Seite der Landesregierung werden offizielle Informationen veröffentlicht. Alle relevanten Informationen für den Tourismus werden auch auf der neuen Plattform des Landestourismusverband bereitgestellt.

 

Niedersachsen (aktualisiert am 01.04., 17:00 Uhr)

Das Land Niedersachsen will die niedersächsischen Wirtschaft mit einer Milliarde Euro unterstützen.

Kleine und mittlere Unternehmen sollen mit dem Niedersachsen-Liqiditätskredit schnelle Liquiditätshilfen bis 50.000 Euro erhalten, die direkt über die NBank vergeben werden sollen. Zudem werden mit der Niedersachsen-Soforthilfe Corona Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige unterstützt. Für beide Förderprogramme können ab sofort Anträge gestellt werden. Die Niedersachsen-Soforthilfe Corona kann damit kombiniert werden, wenn der Liquiditätsbedarf nicht ausreicht. (Quelle: nbank.de)

Ergänzend zur Corona-Soforthilfe des Landes, können ab sofort die zusätzlichen Mittel des Bundes bei der NBank beantragt werden. Die Förderbedingungen der Landesrichtlinie wurden angepasst, das bestehende Soforthilfeprogramm wird durch die "Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes" abgelöst. (Quelle: nbank.de)

Als Teil der geplanten Soforthilfen für die niedersächsische Wirtschaft stehen fünf Millionen Euro für die speziellen Bedarfe von Start-ups bereit. (Quelle: startup.nds.de)

Zur Überbrückung der Corona-Krise kann die Niedersächsische Bürgschaftsbank Kredite in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung besichern. Der Bürgschaftsrahmen wird auf 3 Milliarden Euro erhöht.

Antworten auf häufig gestellte Fragen der Unternehmen wurden in FAQs zusammengestellt. Informationen und Beratung zu Förderinstrumenten erteilt die NBank.

Wichtige Informationen für Unternehmen stellt das MW hier bereit.

 

Nordrhein-Westfalen (aktualisiert am 27.03., 16:00 Uhr)

Das Land Nordrhein-Westfalen sichert der Wirtschaft mit dem NRW-Rettungsschirm ein Sondervermögen von insgesamt 25 Milliarden Euro zu.  Innerhalb von drei Tagen werden Expressbürgschaften bereitgestellt und der Bürgschaftsrahmen insgesamt deutlich erhöht. Die Bürgschaftsbank NRW übernimmt Ausfallbürgschaften für Kredite an mittelständische Unternehmer und freiberuflich Tätige, wenn diese ihrem Kreditinstitut keine ausreichenden Sicherheiten stellen können. Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Die NRW.BANK hilft mit dem NRW.BANK.Universalkredit, übernimmt bis zu 80 Prozent des Risikos und steht Unternehmen als zentrale Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Die Finanzverwaltung NRW kommt betroffenen Unternehmen auf Antrag mit Steuerstundungen und der Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegen. Unternehmen und Freiberufler, die davon Gebrauch machen wollen, können sich an das zuständige Finanzamt wenden und von dem Antragsformular Gebrauch machen. (Quelle: wirtschaft.nrw)

Start-ups, die von privaten Investoren unterstützt werden, erhalten mit dem "Matching Fund" ein spezielles Finanzierungsangebot von der NRW.BANK. Das Gründerstipendium NRW soll verlängert werden. (Quelle: wirtschaft.nrw)

Das Land Nordrhein-Westfalen plant die Corona-Soforthilfen des Bundes schnellstmöglich an die Unternehmen weiterzureichen und soweit aufzustocken, dass zusätzlich Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro erhalten. Die Antragsstellung ist ab sofort möglich. Ein elektronisches Antragsformular gibt es hier. (Quelle: wirtschaft.nrw)

Unternehmen können sich hier über alle Liquiditätshilfen und Ansprechpartner informieren. 

 

Rheinland-Pfalz (aktualisiert am 30.03., 09:15 Uhr)

Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium hat eine Stabsstelle "Unternehmenshilfe" eingerichtet, an die sich Unternehmen aus allen Branchen wenden können.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH mit 80-prozentigen Bürgschaften. Der Höchstbetrag für Bürgschaften wurde auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Zur Abdeckung des unmittelbaren Finanzierungsbedarfs (Betriebsmittel) wird auf bestehende Förderprogramme verwiesen.

Betroffene Unternehmen können bei ihrem Finanzamt Anträge stellen auf die Herabsetzung von Vorauszahlungen sowie auf Billigkeitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Stundung oder Erlass der Steuerforderung oder Vollstreckungsaufschub.

Das Land Rheinland-Pfalz ergänzt und erweitert die Corona-Soforthilfe des Bundes mit dem "Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz". Der Zukunftsfonds beinhaltet günstige Sofortdarlehen für Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten und erweitert die Soforthilfen auf Unternehmen bis zu 30 Beschäftigte und einem Gesamtbetrag von 39.000 Euro. Die Sofortdarlehen haben eine Laufzeit von sechs Jahren und sind bis Ende des Jahres 2021  zins- und tilgungsfrei. Eine Antragstellung für den Bundes-Zuschuss ist ab sofort bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz möglich. Das Sofort-Darlehen des Landes kann zu einem späteren Zeitpunkt bei der Hausbank beantragt werden.

(Quelle: mwvlw.rlp.de)

 

Saarland (aktualisiert am 24.03., 16:45 Uhr)

Das Saarland stellt insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. Das Überlebenspaket umfasst neben steuerlichen Hilfestellungen auch ein Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmer. Kleine Unternehmen und Selbstständige können 3.000 bis 10.000 Euro Soforthilfe bekommen. Die Anträge können ab sofort gestellt werden. Zudem werde das bereits von Rehlinger angekündigte Kreditprogramm von ursprünglich geplanten 10 Millionen Euro auf nun 25 Millionen Euro aufgestockt. (Quelle: saarland.de)

Darüber hinaus soll weitere Liquidität dadurch erhalten werden, dass saarländische Unternehmen einen Antrag stellen können, um ihre bereits geleistete Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung im Rahmen der Dauerfristverlängerung für 2020 wieder zurückfordern. (Quelle: saarland.de)

Alle relevanten Informationen für Unternehmen werden unter corona.wirtschaft.saarland.de bereitgestellt.

 

Sachsen (aktualisiert am 30.03., 12:30 Uhr)

Steuerliche Hilfen erhalten Unternehmen in Sachsen mit einem formlosen Antrag an das zuständige Finanzamt. Die Regelungen gelten bis 31. Dezember 2020 und werden in Sachsen auch auf Landessteuern angewendet. (Quelle: coronavirus.sachsen.de)

Einzelunternehmer (Solo-Selbstständige), Kleinstunternehmen und Freiberufler in Sachsen, welche vom Ausbruch des Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind, können ab sofort bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) einen Antrag auf ein Liquiditätshilfedarlehen stellen. Mit dem Sofort-Darlehen "Sachsen hilft sofort“ stellt der Freistaat ein zinsloses, nachrangiges Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 Euro, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro, mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren zur Verfügung. Das sogenannte Staatsdarlehen wird für die ersten drei Jahre tilgungsfrei zur Verfügung gestellt. Vorteil des Staatsdarlehens ist, dass die Bewilligung ohne Hausbank funktioniert und das Darlehen somit schnell und flexibel gegeben werden kann. (Quelle: medienservice.sachsen.de)

Ab sofort können kleine Unternehmen, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe in Sachsen, welche vom Ausbruch des Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind, den Soforthilfe-Zuschuss Bund online bei der Sächsische Aufbaubank (SAB) beantragen. 

Die SAB berät Unternehmen in Sachsen, welche vom Ausbruch des Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind, hinsichtlich verfügbarer Förderprogramme.

Aktuelle Informationen erhalten Unternehmen hier.

 

Sachsen-Anhalt (aktualisiert am 30.03., 11:45 Uhr)

Für Unternehmen aus Sachsen-Anhalt, die von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind, stellt das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt bis zu 400 Millionen Euro an Liquiditätshilfen bereit.

Die Bürgschaftsbank und Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt kann Kredite in Höhe von insgesamt rund 390 Millionen absichern.

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt bietet Tilgungsdarlehen mit mittleren oder längeren Laufzeiten an. Im Mittelstands- und Gründerfonds stehen aktuell freie Mittel in Höhe von rund 112 Millionen Euro für Darlehensvergaben zur Verfügung; im KMU-Folgefonds sind weitere 94 Millionen Euro verfügbar.

(Quelle: mw.sachsen-anhalt.de)

Das Finanzministerium Sachsen-Anhalt hat darüber hinaus steuerliche Hilfsmaßnahmen für beeinträchtigte Unternehmen und Privatpersonen in Kraft gesetzt. Dazu gehören steuerliche Erleichterungen zur Stundung von Steuern, zur Anpassung von Vorauszahlungen auf die Einkommen- und die Körperschaftsteuer, zu Gewerbesteuervorauszahlungen, zu Vollstreckungsmaßnahmen sowie zum Erlass von Säumniszuschlägen und Verzicht auf Stundungszinsen. (Quelle: mf.sachsen-anhalt.de)

In Anlehnung an das Hilfspaket des Bundes wird das Wirtschaftsministerium eine Richtlinie zur Corona-Soforthilfe erlassen. Das Gesamtvolumen der Zuschüsse beträgt insgesamt 150 Millionen.  Die Zuschüsse für Unternehmen und Solo-Selbstständige werden zwischen 9.000 Euro und 25.000 Euro nach Anzahl der Beschäftigten gestaffelt und von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ausgezahlt. Die Antragsstellung ist ab sofort möglich. (Quelle: mw.sachsen-anhalt.de)

 

Schleswig-Holstein (aktualisiert am 26.03., 10:00 Uhr)

Schleswig-Holstein hat eine Finanzierungsinitiative für Stabilität (SH-Finanzierungsinitiative) beschlossen. Die Liquiditätshilfen zielen in erster Linie auf kleine und mittlere Unternehmen ab, die auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf haben.

Darüber hinaus wurden steuerliche Maßnahmen zur Entlastung betroffener Unternehmen vereinbart. Dazu gehören die Erleichterung der Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie Anpassungen von Vorauszahlungen für Einkommen-Körperschaft-und Gewerbesteuer. (Quelle: schleswig-holstein.de)

Die Landesregierung hat noch einmal umsortiert: Das geplante 100-Millionen-Euro-Hilfspaket wird nun dafür genutzt, Förderlücken des Bundes zu schließen. Es gelten die Zuschusshöhen von 9.000 bis zu 15.000 Euro des Bundes für Kleinstbetriebe und Solo-Selbstständige. Die ursprünglich im Rahmen des „Mittelstandssicherungsfonds“ vorgesehenen 300 Millionen Euro des Landes sollen Unternehmen des Hotel-, Beherbergungs- und Gaststättengewerbes für ganz besonders günstige Darlehen mit langer Laufzeit zur Verfügung stehen. (Quelle: schleswig-holstein.de)

Anträge für die Soforthilfen können ab sofort bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) gestellt werden.

Die Förderlotsen der IB.SH beraten Unternehmen zu passenden Unterstützungsmöglichkeiten. Alle relevanten Informationen erhalten Unternehmen auch bei der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH und der IHK Schleswig-Holstein.

 

Thüringen (aktualisiert am 25.03., 12:30 Uhr)

Thüringer Wirtschaftsunternehmen können sich bei offenen Fragen zu den Auswirkungen der Corona-Ausbreitung an das Wirtschaftsministerium bzw. die Thüringer Aufbaubank wenden. Das Wirtschaftsministerium hat eine Task Force „Corona & Wirtschaft“ eingerichtet. Zur Liquiditätssicherung der Unternehmen wurde u.a. der „Thüringer Konsolidierungsfonds“ auf die gesamte gewerbliche Wirtschaft – einschließlich Dienstleistungen, Gastgewerbe und wirtschaftsnahe Freie Berufe – ausgeweitet.

Mit dem „Corona-Soforthilfeprogramm für die Thüringer Wirtschaft“ sollen Klein- und Kleinstunternehmen sowie Freiberufler einmalige, direkte Zuschüsse von 5.000 bis 30.000 Euro erhalten. Das Soforthilfeprogramm richtet sich an gewerbliche Unternehmen bis zu 50 Beschäftigte einschließlich Einzelunternehmen sowie die wirtschaftsnahen freien Berufe und die Kreativwirtschaft. Die Antragststellung ist ab sofort bei der Thüringer Aufbaubank (TAB) möglich. (Quelle: wirtschaft.thueringen.de)

Die Bürgschaftsbank Thüringen hat zur Unterstützung von kleineren und mittleren Unternehmen die Bürgschaftshöhen auf 250.000 bzw. 2,5 Millionen Euro angehoben. 

Unternehmen beim Thüringer Finanzministerium Anträge für Steuererleichterungen stellen. Die Thüringer Steuerverwaltung bietet hierfür ein Antragsformular zur Hilfe an.

Die Thüringer Landesregierung hat weitere Unterstützungsangebote zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den Weg gebracht. Unternehmen sind aufgefordert, insbesondere auf das Angebot zinsverbilligter Darlehen zurückzugreifen. Dazu ist neben der Aufstockung des Thüringer Konsolidierungsfonds ein zusätzlicher Fonds „Corona Spezial“ aufgelegt worden, über den eine Förderung mit langfristigen, zinslosen Darlehen bis zu 50.000 Euro schnell und unbürokratisch erfolgen kann. Regelungen zur Tilgungsaussetzung, zu Betriebsmittelkrediten über die Hausbanken, Steuerstundungen und großzügige Regelungen beim Kurzarbeitergeld flankieren das Soforthilfeprogramm und erweitern vorhandene umfangreiche Darlehensprogramme des Landes sowie das Bürgschaftsprogramm der Bürgschaftsbank Thüringen (BBT) und der TAB.

(Quelle: aufbaubank.de)



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