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Ein Angebot des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes

Corona-Hilfe für touristische Unternehmen: Alle wichtigen Maßnahmen der Länder im Überblick

Von Franziska Thiele, 17. März 2020 (zuletzt aktualisiert am 18. November, 17:15 Uhr)

Das Coronavirus belastet die globale Wirtschaft in allen Sektoren. Für viele Unternehmen der Tourismusbranche sind die Auswirkungen existenzbedrohend, die aktuelle Geschäftslage alarmierend. Zur Sicherung der Liquidität können staatliche Hilfen in Anspruch genommen werden. Die EU hat finanzielle Unterstützung und einen flexiblen rechtlichen Rahmen zur Umsetzung von Maßnahmen in den Mitgliedstaaten zugesichert. Bund und Länder arbeiten mit Hochdruck an Unterstützungsmaßnahmen und konkreten Liquiditätshilfen

Die Sofortmaßnahmen des Bundes stellen wir in einem weiteren Artikel vor. Bestehende Förderprogramme für touristische Unternehmen finden Sie auch in unserem Förderwegweiser. Nachfolgend fassen wir die Inhalte der umgesetzten und geplanten Unterstützungsmaßnahmen der Bundesländer zusammen und werden diese kontinuierlich aktualisieren.

Für weitere Informationen und individuelle Beratung zum Umgang mit dem Coronavirus haben wir die zuständigen Institutionen und Ansprechpartner in den jeweiligen Bundesländern verlinkt:

 

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

 

Baden-Württemberg (akualisiert am 18.11., 17:00 Uhr)

Die Förderung im Rahmen des Soforthilfeprogramms erfolgte bis Ende Mai durch einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 9.000 bis 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Das Land ergänzt die aktuelle Überbrückungshilfe des Bundes durch Förderung eines fiktiven Unternehmerlohns in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat in Abhängigkeit vom individuellen Umsatzrückgang.

Mit einem speziellen Krisenberatungsprogramm wird insbesondere Mittelständlern und Selbstständigen eine zusätzliche Hilfeleistung geboten.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat das Förderprogramm zur Frühphasenförderung von Gründungsvorhaben „Start-up BW Pre-Seed“ wegen der Corona-Krise ausgeweitet. Mit dem „Start-up BW Pro-Tect“ sollen krisengeschüttelte Start-ups kurzfristig mit einem rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro gefördert werden. Mit einem Mezzanine-Beteiligungsprogramm soll darüber hinaus die Finanzierung von Start-ups und mittelständische Unternehmen sichergestellt werden.

Die „Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe sieht eine einmalige Hilfe von 3.000 Euro pro Gasthaus vor, plus 2.000 Euro pro Vollzeitbeschäftigtem. Anträge können derzeit bis zum 20. November 2020 gestellt werden. Mit den „Stabilisierungshilfen Bustouristik 2020 haben Reisebusunternehmen einen einmaligen Zuschuss erhalten. Die Antragsstellung war bis zum 31.10.2020 möglich. Mit dem „Tilgungszuschuss Corona erhalten Unternehmen, einschließlich Solo-Selbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aus den Wirtschaftsbereichen der Schausteller und Marktkaufleute, Veranstaltungs- und Eventbranche und Taxiunternehmen weitere Unterstützung. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro je Antragsteller.

Mit der Digitalisierungsprämie Plus werden Digitalisierungsprojekte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gefördert.

Ein Beteiligungsfonds, der mit einer Milliarde Euro ausgestattet ist, soll das Eigenkapital von kleinen und mittleren Unternehmen stärken. Der Bürgschaftsrahmen für Landesbürgschaften wurde von 200 Millionen auf eine Milliarde Euro verfünffacht. Die Bürgschaftsbanken können über Bürgschaften bis zu 250.000 Euro in eigener Kompetenz entscheiden und verbürgen bis zu einer Summe von 2,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium stellt gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Solo-Selbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit. Die L-Bank darf bis Jahresende über Bürgschaften bis 20 Millionen Euro entscheiden.

Zusätzlich zu den auf Bundes- und Landesebene bereits auf den Weg gebrachten Soforthilfeprogrammen hat die Landesregierung weitere Maßnahmen zur Stabilisierung und zukunftsfähigen Ausrichtung der Tourismusbranche in Baden-Württemberg beschlossen. Ein vom Tourismusministerium erarbeitetes „Stabilisierungsprogramm für die Leitökonomie Tourismus“ umfasst ein Investitionsprogramm für Tourismusbetriebe in Höhe von bis zu zwölf Millionen Euro, eine Stabilisierungshilfe für kommunale Thermen in Höhe von 15 Millionen Euro sowie Mittel für ein innovatives Tourismusmarketing im Inland und grenznahen Ausland in Höhe von bis zu acht Millionen Euro. Um für die Tourismusbranche auch das Innovationspotenzial der Hochschulen nutzbar zu machen, hat das Wissenschaftsministerium zudem ein „Brückenprogramm Touristik“ entwickelt.

Weitere Informationen: wm.baden-wuerttemberg.de; l-bank.de; buergschaftsbank.de; dehogabw.de; bw.tourismusnetzwerk.info

 

 

Bayern (aktualisiert am 13.11, 12:30 Uhr)

Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus verschiedene Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften, Mittelstandsschirm) zur Verfügung.

Mit der Überbrückungshilfe wurde nach den Soforthilfen ein weiteres Zuschuss Programm zur Erstattung von Fixkosten geschaffen. Die Programmabwicklung erfolgt in Bayern durch die IHK für München und Oberbayern.

Der Corona-Schutzschirm-Kredit mit obligatorischer 90-prozentiger Haftungsfreistellung dient zur Unterstützung bayerischer Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz von 500 Millionen Euro, die durch die Corona-Krise in vorübergehende Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind.

Nach Änderung der beihilferechtlichen Vorgaben der EU wurde ein weiteres Darlehensprodukt, der LfA-Schnellkredit, eingeführt. Mit einer 100-prozentigen Haftungsfreistellung können Unternehmen mit bis 5 Mitarbeitern Darlehen bis zu 50.000 Euro erhalten, Unternehmen bis 10 Mitarbeiter bis zu 100.000 Euro.

Darüber hinaus werden mit dem Corona-Kredit-Gemeinnützige gemeinnützige Organisationen wie z.B. Familienferienstätten unterstützt.

Der BayernFonds ergänzt den Wirtschafts­stabilisierungs­fonds (WSF) des Bundes und richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Bayern hätte.

Der Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen in Bayern. Start-ups können Beteiligungskapital über den Startup Shield Bayern erhalten. Zentrale Anlaufstelle für alle interessierten Unternehmen ist die Bayerische Beteiligungsgesellschaft.

Für die Unternehmen und Soloselbständigen in Bayern, die schon vor dem am 2. November 2020 beginnenden bundesweiten Lockdown von einem Lockdown auf Kreisebene betroffen waren (Berchtesgadener Land, Rottal-Inn, Augsburg und Rosenheim) gibt es ein eigenes Hilfsprogramm, das die bundesweite „Außerordentliche Wirtschaftshilfe“ (Novemberhilfe) ergänzt. Die „Bayerische Lockdown-Hilfe“ wird im Rahmen der Novemberhilfe durch einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer) beantragt. Für die Bewilligung zuständig ist die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.

Informationen zu den Darlehensprodukten und Bürgschaftsprogrammen erteilt die LfA Förderbank Bayern. Die LfA erhält einen zusätzlichen Bürgschaftsrahmen von inzwischen zwei Milliarden Euro. Die Ausfallbürgschaften wurden auf bis zu 90 Prozent erhöht.

Weitere Informationen: stmwi.bayern.de; lfa.de; baybg.de; bayern.by

 

 

Berlin (aktualisiert am 18.11., 17:15 Uhr)

Über die bestehenden Liquiditätshilfen hinaus stellte der Berliner Senat mit der Soforthilfe I bis zu 100 Millionen Euro an Überbrückungskrediten über die IBB bereit. Zu diesen Mitteln haben stark betroffene Branchen wie z.B. Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergung und konsumorientierte Dienstleistung (z.B. Clubs) Zugang erhalten.

Die Soforthilfe II, ein Landesprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro wurde mit den Soforthilfen des Bundes synchronisiert.  Unternehmen konnten bis zum 31. Mai mit geringem bürokratischem Aufwand Zuschüsse zur Sicherung ihrer beruflichen bzw. betrieblichen Existenz beantragen können. Die Soforthilfe IV, die auch Museen, historische Stätten und Gebäude und ähnliche Attraktionen unterstützt wurde neu aufgelegt und kann bis zum 18.11. bei der IBB beantragt werden.

Mit dem Programm Soforthilfe V mit einem Finanzvolumen von rund 75 Millionen Euro wurde der Schnellkredit der KfW um einen Tilgungszuschuss von bis zu 20 % ergänzt. Die Antragsstellung bei der IBB ist voraussichtlich bis zum 31.12.2020 möglich.

Mit einem neuen Kongress-Fonds will der Berliner Senat der Stadt und dem Berlin Convention Office von visitBerlin mit insgesamt 10 Millionen Euro dabei helfen, neue Veranstaltungen für die Stadt zu gewinnen.

Am 21. Juli wurden weitere Wirtschaftsförderprogramme beschlossen, um die Unternehmerinnen und Unternehmer zu unterstützen und gleichzeitig die Konjunktur anzukurbeln. Junge Start-ups können bis zu 800.000 € Liquiditätshilfe in Form von Wandelanleihen bekommen. Die Coronahilfen für-Start-ups umfassen 140 Millionen. Euro. Unternehmen, die bislang keine Soforthilfe beantragt haben, können einen Zuschuss in Höhe von 50 % ihrer Gewerbemieten der Monate April und Mai erhalten. Voraussetzung sind Umsatzausfälle von mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Mit der Digitalprämie sollen Berliner Solo-Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten aktiv bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen in ihren Betrieben mit Zuschüssen von bis zu 17.000 Euro unterstützt werden.

Der Berliner Senat hat am 15. Oktober 2020 ein Unterstützungsprogramm für Betriebe der Schankwirtschaft beschlossen. Start der Antragstellung ist laut IBB am 23.11. geplant.

Die BürgschaftsBank Berlin unterstützt darüber hinaus mit Bürgschaften in Höhe von bis zu 2,5 Millionen Euro (bisher max. 1,25 Millionen Euro). Bei Bürgschaften bis zu einem Betrag von 250.000 Euro werden Zusagen innerhalb von drei Arbeitstagen gewährt.

Weitere Informationen: berlin.de; ibb.de; bbb-berlin.com

 

 

Brandenburg (aktualisiert am 25.09., 15:30 Uhr)

Die Brandenburger Landesregierung hat einen Rettungsschirm von insgesamt zwei Milliarden Euro auf den Weg gebracht.

Im Rahmen des Soforthilfeprogramms erhielten Unternehmen bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) unbürokratisch und kurzfristig zwischen 9.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung.

Mit der Corona-Kulturhilfe des MWFK erhalten auch kommunale und gemeinnützige private Kultureinrichtungen und Projektträger zum Teilausgleich von Einnahmeausfällen noch bis Ende des Jahres Unterstützung.

Darüber hinaus stellt die ILB in Kooperation mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Finanzierungsmittel zur Stärkung der Eigenkapitalbasis von mittelständischen Unternehmen und Start-ups (KMU) bereit. In Form von Nachrangdarlehen in Höhe von bis zu 750.000 Euro je Unternehmen bzw. Unternehmensgruppe unterstützt die ILB aus dem Programm „Corona Mezzanine Brandenburg“ Unternehmen, die infolge der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Weitere Informationen: wfbb.de; ilb.de, tourismusnetzwerk-brandenburg.de

 

 

Bremen (aktualisiert am 14.10., 12:00 Uhr)

Die Bremer Aufbau-Bank hat ein zusätzliches Budget von 10 Millionen Euro bereitgestellt. Sie berät Unternehmen, Selbständige und Freiberufler hinsichtlich Finanzierungsalternativen, wie z. B. dem BAB-Mikrokredit.

Ergänzend zum Bundesprogramm Soforthilfe hat das Land Bremen für Unternehmen mit mehr als 10 und weniger als 50 Beschäftigten das „Sofortprogramm zur Abmilderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise für kleine Unternehmen“ bis Ende Juni umgesetzt.

Die Bremer Bürgschaftsbank hat ihr Förderangebot ausgeweitet. Bis Ende des Jahres wird eine 90 %ige Bürgschaftsübernahmen zu gesenkten Konditionen angeboten. Im kleinvolumigen Geschäft bis zu einer Kredithöhe von 250.000 Euro ist zudem eine Absicherung in Höhe von bis zu 100 % möglich.

Gemeinsam mit dem Bund stellt das Land Bremen darüber hinaus 3,5 Millionen Euro Beteiligungskapital zur Verfügung. Die Beteiligungen von maximal 800.000 Euro pro Unternehmen werden unter anderem über die Finanzintermediärin BAB Beteiligungs- und Managementgesellschaft Bremen mbH (BBM) vergeben. Zielgruppe sind Start-ups und KMU bis 75 Millionen Euro Jahresumsatz mit Sitz in Bremen.

Weitere Informationen: bab-bremen.de; bremen-innovativ.de; buergschaftsbank-bremen.de

 

 

Hamburg (aktualisiert am 13.11., 13:00 Uhr)

Ergänzend zu den Hilfen des Bundes hat der Hamburger Senat kurzfristig Maßnahmen für einen Hamburger Schutzschirm für Corona-geschädigte Unternehmen und Institutionen aufgelegt.

Die Zuschüsse der bereits ausgelaufenen Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) waren nach der Anzahl der Beschäftigten gestaffelt von 2.500 bis 30.000 Euro und wurden mit den Soforthilfen des Bundes verzahnt. Ebenfalls innerhalb des Hamburger Schutzschirms bot die Freie und Hansestadt Hamburg mit dem abgeschlossenen HCS – Modul für Innovative Startups (HCS InnoStartup) einen zusätzlichen, bedingt-rückzahlbaren Zuschuss für innovative, wachstumsorientierte Startups aus Hamburg an.

Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe II stellt die IFB auf einer Programmseite bereit. Darüber hinaus laufen aktuell folgende Förderprogramme:

In Kooperation der IFB Hamburg mit der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg (BG) wird der Hamburg-Kredit Liquidität (HKL)vergeben. Er umfasst Liquiditätshilfedarlehen im Hausbankverfahren bis 250.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen, Solo-Selbstständige, Freiberufler sowie Non-Profit-Unternehmen und Vereine, die aufgrund der Corona- Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank.

Der Corona Recovery Fonds (CRF) unterstützt innovative Startups und wachstumsorientierte, kleine Mittelständler, die infolge der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind, mit Risikokapitalfinanzierungen. Aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg und des Bundes stellt der CRF verschiedene Finanzierungsinstrumente bereit, um den Unternehmen das Überleben in der Krise und vor allem den erfolgreichen Neustart zu ermöglichen. Das Programm „Corona Recovery Fonds“ wird in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) und der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg (BG) zur Verfügung gestellt.

Von der IFB Hamburg werden darüber hinaus branchenspezifische Rettungsdarlehen bis 150.000 Euro, u. a. für Kultureinrichtungen vergeben, die aufgrund der Corona- Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Die Stadt stellt für den IFB-Förderkredit Kultur Fördermodul Corona die nötige Sicherheit her.

Der Hamburger Stabilisierungs-Fonds dient der Abmilderung wirtschaftlicher Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf mittelständische Unternehmen der Realwirtschaft in der Freien und Hansestadt Hamburg. Gefördert wird in Form von stillen Beteiligungen und Bürgschaften bzw. Garantien zur Stärkung der Kapitalbasis.

Mit dem Programm BG-Express SonderprogrammLiquidität der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg (BG) können Hausbanken schnell und effizient eine Kreditsicherheit beantragen. Das Programm gilt für etablierte Kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU) nach der Definition der EU, die seit mehr als 5 Jahren am Markt sind und über ein tragfähiges Konzept zum 31.12.2019 verfügt haben. Junge Unternehmen, die seit mehr als einem und maximal 5 Jahren am Markt sind, können mit dem Programm BG-GründungsExpress! SonderprogrammLiquidität Kreditsicherheiten über ihre Hausbank beantragen.

Weitere Informationen: hamburg.de; ifbhh.de; bg-hamburg.de

 

 

Hessen (aktualisiert am 14.10., 12:00 Uhr)

Hessen setzte bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zunächst auf bewährte Mittel der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) zur Entlastung der hessischen Unternehmen. Hierzu gehörte auch das Förderprogramm “Kapital für Kleinunternehmen“. Inzwischen wurden mehrere Corona-Hilfsprogramme aufgelegt.

Anträge für die "Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige" des Bundes und des Landes konnten bis zum 31.05. beim Regierungspräsidium Kassel gestellt werden. Der nicht rückzahlbare Zuschuss war nach Anzahl der Beschäftigten von 10.000 Euro bis 30.000 Euro gestaffelt. Die Hessische Landesregierung unterstützte darüber hinaus hessische Jugendherbergen des Deutschen Jugendherbergswerkes mit einer Soforthilfe von einer Millionen Euro.

Unternehmen in Hessen können bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) die Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (Kredit) beantragen. Das Programm unterstützt die Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation von KMU und Freiberuflern, indem es die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals ermöglicht.

Mit dem Hessen-Mikroliquidität erhalten kleine Unternehmen und Soloselbständige Darlehen in Höhe von 3.000 bis maximal 35.000 Euro, um Betriebsmittel für die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Tätigkeiten zu finanzieren.

Mit dem "Förderprogramm zur Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit" will das Land Hessen die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abfedern. Gefördert werden z.B. Mitglieder des Hessischen Museumsverbands, aber auch Wildparke, Falknereien und Tiergärten.

Als finanzielle Unterstützung für Kultureinrichtungen hat die Hessische Landesregierung das Förderprogramm „Hessen kulturell neu eröffnen“ erlassen. Insgesamt 50 Millionen Euro werden von der Landesregierung für den kulturellen Neustart zur Verfügung gestellt. In drei Phasen werden Festivals, Künstler und Kultureinrichtungen dabei unterstützt die Corona-bedingten Einschränkungen zu überstehen.

Das Bürgschaftsvolumen wurde auf 5 Milliarden Euro erhöht. Die Bürgschaftsbank Hessen hat die Bürgschaftsobergrenze von 1,25 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro angehoben. Zusätzlich wurde die Bürgschaftsquote auf durchgängig bis zu 80 % erhöht und kann unter besonderen Voraussetzungen auf 90 % erhöht werden.

Weitere Informationen: wibank.de; rp-kassel.hessen.de; hessen.tourismusnetzwerk.info

 

 

Mecklenburg-Vorpommern (aktualisiert am 13.11., 13:00 Uhr)

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat bereits im März unter dem MV-Schutzfonds ein Maßnahmenpaket von insgesamt 1,1 Milliarden Euro geschaffen. Die Corona-Soforthilfe, die besonders geschädigten Unternehmen und Angehörigen der Freien Berufe einschließlich Kulturschaffender Zuschüsse zur Überbrückung ihres Liquiditätsengpasses gewährte, konnte bis zum 31.05.2020 beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI) beantragt werden.

Zur Vermeidung der Kündigung von Ausbildungsverhältnissen und der Kurzarbeit von Lehrlingen hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit die Coronahilfe für Ausbildungsbetriebe aufgelegt. Die Unterstützung erfolgt in Form eines nicht-rückzahlbaren Zuschusses in Höhe von 80 %. Anträge konnten bis zum 31.07.2020 gestellt werden.

Zur Sicherstellung sozialer Angebote hat das Land einen Sozialfonds in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro eingerichtet. Mit der Landeshilfe werden Vereine, gemeinnützige Organisationen, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen für Familien, Frauenhäuser und soziale Einrichtungen der Daseinsvorsorge unterstützt. Speziell für den Bereich Kultur gewährt das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Coronahilfe für kulturelle Träger aus dem MV-Schutzfonds Kultur. Notbetriebshilfen für Zoos und Tierheime aus dem Sondervermögen "MV-Schutzfonds" bietet die Coronahilfe für Tierheime und Zoos.

Das LFI informiert über die Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen des Bundes und die Beantragung eines ergänzenden Beitrags zu den Personalkosten aus dem MV-Härtefallfonds. Die Antragsstellung erfolgt mit der Beantragung der Überbrückungshilfe. Der MV-Härtefallfonds ist Teil eines 120-Millionen-Euro-Konjunkturprogramms des Landes, das das Konjunktur­programm des Bundes ergänzen soll.

Mit dem Investitions­förder­programm "Modernisierung für Beherbergungsbetriebe" sollen Zuschüsse an Beherbergungs­betriebe für Modernisierungs­maßnahmen zwischen 30 bis 50 Prozent (je nach Betriebsgröße) mit insgesamt 50 Millionen Euro kofinanziert werden.

Darüber hinaus wurde im Rahmen des landesweiten Konjunkturprogramms ein zweiter Darlehensfonds für kleine und mittlere Unternehmen, eine Neuauflage des Mikrodarlehens für Existenz­gründerinnen und -gründer mit 10 Millionen Euro sowie die Förderung der Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen in Höhe von 5 Millionen Euro angekündigt.

Als Bestandteil des Winter-Stabilisierungsprogramms für Wirtschaft und Arbeit in MV gewährt das Land Mecklenburg-Vorpommern Unterstützungen für die Veranstaltungswirtschaft.

Weitere Informationen: regierung-mv.de; lfi-mv.de; tourismus.mv

 

 

Niedersachsen (aktualisiert am 13.11., 13:00 Uhr)

Das Land Niedersachsen unterstützt die niedersächsische Wirtschaft mit einer Milliarde Euro.

Kleine und mittlere Unternehmen erhalten mit dem Niedersachsen-Liquiditätskredit schnelle Liquiditätshilfen bis 50.000 Euro, die direkt über die NBank vergeben werden. Zudem wurden mit der Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige gestaffelt nach der Anzahl der Beschäftigten mit einem Zuschuss von bis zu 25.000 Euro unterstützt. Das Förderprogramm "Digitalbonus.Niedersachsen" wurde an den speziellen Bedarf von Unternehmen in der Corona-Krise angepasst und bezuschusste auch Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik. Die Antragsstellung dieser Programme ist inzwischen nicht mehr möglich.

Das Land Niedersachsen hat eine Reihe weiterer Programme zur Unterstützung niedersächsischer Unternehmen, die von der COVID-19-Pandemie betroffen sind, aufgelegt. Es werden sowohl Investitions- als auch Innovationsvorhaben mit Zuschüssen unterstützt.

Zoos, Tierparks und Wildgehege erhielten mit der „Unterstützung Zoohilfe“ einen Ausgleich der erlittenen Umsatzeinbußen.

Darüber hinaus werden regionale und kommunale Tourismusorganisationen mit dem Programm "Öffentliche Akteure im Tourismus" gefördert. Die Antragsstellung war bis zum 31.10.2020 möglich.

Die „Landesförderrichtlinie für touristische Projekte" wurde ebenfalls durch das Land Niedersachsen aufgrund der COVID-19-Pandemie angepasst. Bei bewilligten, noch nicht abgeschlossenen Projekten sowie neuen Projekten werden wirtschaftliche Einbrüche durch die COVID-19-Pandemie gemäß einer Neufassung der Richtlinie eingedämmt.

Mithilfe der Förderung „Niedrigschwellige Investitionsförderung für das Gaststättengewerbe“ der NBank können Unternehmen des Gaststättengewerbes für investive Qualitätsverbesserung ihres Angebots einen nicht rückzahlbaren Zuschuss erhalten. Die Antragsstellung ist ab dem 25.11.2020 möglich.

Zur Überbrückung der Corona-Krise kann die Niedersächsische Bürgschaftsbank Kredite in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung besichern. Der Bürgschaftsrahmen wurde auf 3 Milliarden Euro erhöht.

Weitere Informationen: mw.niedersachsen.de; nbank.de; nds.tourismusnetzwerk.info

 

 

Nordrhein-Westfalen (aktualisiert am 14.10., 12:00 Uhr)

Das Land Nordrhein-Westfalen ermöglicht der ansässigen Wirtschaft mit dem NRW-Rettungsschirm den Zugang zu einem Sondervermögen von insgesamt 25 Milliarden Euro.

Die Corona-Soforthilfen des Bundes wurden aufgestockt, sodass zusätzlich Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro erhalten haben. Auch die Überbrückungshilfe wird aus Mitteln des Landes ergänzt. Die NRW Überbrückungshilfe Plus bietet zusätzliche Unterstützung durch eine einmalige Zahlung i. H. v. 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate als Wirtschaftsförderungsleistung.

Die NRW.BANK hilft Unternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie in einen Liquiditätsengpass geraten sind, mit dem NRW.BANK.Universalkredit und übernimmt bis zu 80 Prozent des Risikos (mit der Bürgschaftsbank NRW bis 90 %). Das Darlehen NRW.Bank Infrastruktur Corona dient zur Abdeckung des kurzfristigen Corona-bedingten Betriebsmittelbedarfs der öffentlichen und/oder sozialen Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Gemeinnützige Organisationen erhalten Unterstützung mit dem Darlehen NRW.BANK Gemeinnützige Organisationen. Betriebsmittel und alle Investitionen in die soziale Infrastruktur gemeinnütziger Organisationen können mit bis zu 800.000 Euro gefördert werden. Mit dem Programm NRW.BANK KommunalCorona sollen Nordrhein-westfälische Gemeinden, Kreise, die Landesverbände kurzfristige Liquiditätskredite erhalten.

Mit dem NRW.Start-up akut werden innovative, wachstumsorientierte Kapitalgesellschaften (UG/GmbH) in der Seed- oder Start-up-Phase (nicht älter als 36 Monate) mit einem Wandeldarlehen unterstützt, die nachweislich von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind. Beim Darlehen NRW.SeedCap gelten für durch die Corona-Krise nachweislich beeinträchtigte Unternehmen geänderte Anlagekriterien. Die Ausschöpfung des Maximalbetrags von 200.000 Euro ist jetzt in einer Summe möglich. Mit dem NRW.BANK.Venture Fonds fördert das Land darüber hinaus als Co-Investor innovative Unternehmen in attraktiven Zukunftsbranchen.

Darüber hinaus wurde eine Digitalisierungsoffensive gestartet. Gründer und KMU erhalten mit dem Programm NRW.BANK Digitalisierung und Innovation zinsgünstige Kredite für Digitalisierungsvorhaben.

Weitere Sicherheit erhalten Unternehmen durch verschiedene Bürgschaften. Expressbürgschaften werden innerhalb von drei Tagen bereitgestellt, der Bürgschaftsrahmen wurde insgesamt deutlich erhöht. Die Bürgschaftsbank NRW übernimmt Ausfallbürgschaften für Kredite an mittelständische Unternehmer und freiberuflich Tätige, wenn diese ihrem Kreditinstitut keine ausreichenden Sicherheiten stellen können. Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen.

Weitere Informationen: wirtschaft.nrw; nrwbank.de; bb-nrw.de; touristiker-nrw.de

 

 

Rheinland-Pfalz (aktualisiert am 13.11., 13:00 Uhr)

Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium hat eine Stabsstelle "Unternehmenshilfe" eingerichtet, an die sich Unternehmen aus allen Branchen wenden können.

Die Corona-Soforthilfe des Bundes wurde mit dem "Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz" ergänzt und erweitert. Der Zukunftsfonds beinhaltet günstige Sofortdarlehen für Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten und erweitert die Soforthilfen auf Unternehmen bis zu 30 Beschäftigte und einem Gesamtbetrag von 39.000 Euro. Die Sofortdarlehen haben eine Laufzeit von sechs Jahren und sind bis Ende des Jahres 2021 zins- und tilgungsfrei. Der Corona Soforthilfe Kredit RLP konnte bis zum 30.06. über die Hausbank bei der ISB beantragt werden.

Start-ups erhalten weiterhin Unterstützung mit dem Sonderprogramm "Corona Venture Capital". Über den Beteiligungsfonds der Landesregierung reicht die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) über ihre Fondsgesellschaft WFT stille Beteiligungen an innovative technologieorientierte junge Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen in Höhe von bis zu 500.000 Euro aus.

Das Wirtschaftsministerium startet mit „ReStart Tourismus RLP“ ein neues Marketing-Förderprogramm für den Tourismus in Rheinland-Pfalz. Das Marketingförderprogramm ReStart Tourismus RLP 2020 richtet sich an die zehn rheinland-pfälzischen Tourismusregionen, die großen Städte, die sich im Arbeitskreis beim Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e.V. (THV) zusammengeschlossen haben sowie die bestehenden touristischen Marketingkooperationen der Romantic Cities sowie der Heilbäder und Kurorte in Rheinland-Pfalz unter dem Dach der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH mit 80-prozentigen Bürgschaften. Der Höchstbetrag für Bürgschaften wurde auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt und eine Eigenkompetenz für Bürgschaften bis 250.000 Euro geschaffen. Die Rahmenbedingungen der Bürgschaftsgewährung, wie bspw. die Bürgschaftsquote von 80 %, bankübliche Besicherung und Konditionen, bleiben gleich.

Weitere Informationen: mwvlw.rlp.de; isb.rlp.de; bb-rlp.de; rlp.tourismusnetzwerk.info

 

 

Saarland (aktualisiert am 25.09., 16:00 Uhr)

Das Saarland stellt insgesamt 137 Millionen Euro zur Verfügung. Das Überlebenspaket umfasste neben steuerlichen Hilfestellungen auch ein Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmer, das durch die Soforthilfe des Bundes ersetzt wurde. Auch Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten erhielten Soforthilfen des Saarlandes in Höhe von bis zu 25.000 Euro. Das Antragsverfahren der Soforthilfe ist mit Ablauf des 31. Mai 2020 beendet worden.

Zudem wurde ein Kreditprogramm im Umfang von 25 Millionen Euro aufgelegt. Der Sofort-Kredit-Saarland kann bei der Saarländische Investitionskreditbank (SIKB) beantragt werden.

Das Wirtschaftsministerium hat darüber hinaus das Corona Sonderprogramm Internationalisierung aufgelegt, das in die bewährten Förderformate InKontakt und GoInternational integriert wird. Bis zu 7.500 Euro Zuschuss können Saarlands exportierende Unternehmen für Internationalisierungsmaßnahmen bekommen.

Mit dem Sonderkonjunkturprogramm Gastgewerbe sollen Betriebe des Gastgewerbes in der Krise unterstützt und gleichzeitig ein Anreiz geschaffen werden, Unterkünfte und Gaststätten moderner und attraktiver zu machen. Dafür stellt das Saarland insgesamt 3 Millionen Euro für die Jahre 2020 und 2021 zur Verfügung. Unabhängig vom Sonderkonjunkturprogramm wurden außerdem die Fördersätze für Infrastrukturen im öffentlichen Bereich – also kommunale touristische Maßnahmen – erhöht. Statt mit bisher 70 Prozent werden rückwirkend vom 1. März dieses Jahres bis Ende 2023 Vorhaben im Bereich der touristischen Infrastruktur mit 95 Prozent unterstützt.

Weitere Informationen: corona.saarland.de; sikb.de

 

 

Sachsen (aktualisiert am 14.10., 12:00 Uhr)

Das Sächsische Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat ein Corona-Impulspaket beschlossen. Bund und Freistaat stellen mehr als 1 Milliarde Euro bereit, um Beschäftigung zu sichern und durch Corona betroffenen Unternehmen zu helfen.

Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmen und Freiberufler in Sachsen, welche vom Ausbruch des Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind, konnten bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) den Soforthilfe-Zuschuss Bund und einen Antrag auf ein Liquiditätshilfedarlehen stellen. Die Förderung in Form von Sofort-Darlehen "Sachsen hilft sofort, bei der zinslose, nachrangige Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 Euro, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro, mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren zur Verfügung gestellt werden, ist ausgelaufen.

Aktuell unterstützt die Sächsische Aufbaubank (SAB) freie Träger der Kulturpflege mit dem Soforthilfe-Zuschuss "Härtefälle Kultur", das online beantragt werden kann. Betreiber von kleinen Kinos in Sachsen können weiterhin das Zuschussprogramm "Kino-Förderung investiv Sachsen" beantragen. Gemeinnützige soziale Träger von Kinder- und Jugenderholungszentren, Schullandheimen, Jugendherbergen, Familienferien- und -bildungsstätten, Naturfreundehäusern oder Freizeit- und Tagungshäusern können den Soforthilfe-Zuschuss Soziale Organisationen bei der SAB beantragen.

Das erfolgreiche Förderprogramm "Regionales Wachstum" von 2019 wurde mit 30 Millionen Euro als Sonderprogramm neu aufgelegt. Mit dem Programm werden die bestehenden Möglichkeiten für Regionalbeihilfen genutzt. Damit können insbesondere Handwerker, Gastronomen und der Einzelhandel im ländlichen Raum gefördert werden.

Darüber hinaus fließen zusätzlich fünf Millionen Euro in den Tourismus. 2,9 Millionen Euro gehen direkt an die acht Tourismusregionen, um Projekte und Ideen für die Zeit nach Corona voranzubringen. 

Die Bürgschaftsbank Sachsen unterstützt von Corona betroffene Unternehmen mit Bürgschaften in Höhe von maximal 90 % des Kredites bzw. 500.000 Euro.

Weitere Informationen: coronavirus.sachsen.de; sab.sachsen.de; bbs-sachsen.de

 

 

Sachsen-Anhalt (aktualisiert am 14.10., 12:00 Uhr)

Für Unternehmen aus Sachsen-Anhalt, die von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind, stellt das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt bis zu 400 Millionen Euro an Liquiditätshilfen bereit.

In Anlehnung an das Hilfspaket des Bundes hat das Wirtschaftsministerium eine Richtlinie zur Corona-Soforthilfe erlassen. Das Gesamtvolumen der Zuschüsse beträgt insgesamt 150 Millionen Euro. Die Zuschüsse für Unternehmen und Solo-Selbstständige waren zwischen 9.000 Euro und 25.000 Euro nach Anzahl der Beschäftigten gestaffelt und konnten bis zum 31.05. bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt beantragt werden.

In dem Hilfsprogramm Sachsen-​Anhalt ZUKUNFT hat das Wirtschaftsministerium mehrere Förderrichtlinien veröffentlicht. Über die Investitionsbank Sachsen-​Anhalt können im Rahmen des Programms IB-Darlehen für kleine, mittlere und große Unternehmen Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen und Freiberufler in der Corona-Krise und für die Realisierung von Investitionen in die Zukunft vergeben werden. Unterstützung in Form von Darlehen zur Liquiditätssicherung für kleine und Kleinstunternehmen ist über das IB-Darlehen für kleine und Kleinstunternehmen (De-minimis) erhältlich.

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt bietet Tilgungsdarlehen mit mittleren oder längeren Laufzeiten an. Im Mittelstands- und Gründerfonds stehen aktuell freie Mittel in Höhe von rund 112 Millionen Euro für Darlehensvergaben zur Verfügung. Im KMU-Folgefonds sind weitere 94 Millionen Euro verfügbar. Mit dem IB-Mittelstandsdarlehen MUT kann die Finanzierung von notwendigen betrieblichen Investitionen, Betriebsmitteln oder auch Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Innovation abgesichert werden. Gründer und Start-Ups finden Hilfen im IB-Gründungsdarlehen – IMPULS.

Darüber hinaus unterstützt die Investitionsbank Sachsen-Anhalt im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen außerdem mit Stundungen, Vollstreckungsaufschüben und Instrumenten für den Insolvenzfall.

Die Bürgschaftsbank und Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt kann Kredite in Höhe von insgesamt rund 390 Millionen absichern.

Weitere Informationen: mw.sachsen-anhalt.de; ib-sachsen-anhalt.de; bb-mbg.de; tourismusnetzwerk-sachsen-anhalt.de

 

 

Schleswig-Holstein (aktualisiert am 14.10., 12:00 Uhr)

Schleswig-Holstein hat eine Finanzierungsinitiative für Stabilität (SH-Finanzierungsinitiative) beschlossen. Die Liquiditätshilfen zielen in erster Linie auf kleine und mittlere Unternehmen ab, die auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf haben. Mit einem 100-Millionen-Euro-Hilfspaket sollen die Förderlücken des Bundes geschlossen werden. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft mbH (MBG) und die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein (BB-SH) beraten über Finanzierungen, Bürgschaften, Tilgungen und weitere Hilfsangebote im Rahmen dieser Initiative.

Das Landesprogramm Corona-Soforthilfe, dass Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 50 Beschäftigten mit einem Zuschuss von bis zu 30.000 Euro unterstützte, ist am 31.05.2020 abgelaufen.

Der IB.SH Mittelstandssicherungsfonds richtet sich an Unternehmen des Hotel-, Beherbergungs- und Gaststättengewerbes und ermöglicht günstige Darlehen mit langer Laufzeit. Der IB.SH Härtefallfonds Mittelstand soll private Unternehmen unterstützen, die im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Private Unternehmen mit Sitz und/oder Betriebsstätten in Schleswig-Holstein, erhalten zinslose Darlehen ab 100.000 Euro bis 750.000 Euro. Mit dem IB.SH Mittelstandskredit werden die Finanzierung von Existenzgründungen sowie Übernahmen und Festigungsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen unterstützt.

Mit dem Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein sollen Start-ups und kleine Mittelständler bei der Überwindung der Corona-Krise mit Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierungen unterstützt werden. Über haftungsfreigestellte Globaldarlehen können die Landesförderinstitute passgenau auf die jeweiligen Bundesländer zugeschnittene Förderinstrumente refinanzieren.

Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzausfall von 50 % und mehr im 2. Halbjahr 2020 können Unterstützung in Form von Beteiligungskapital im Rahmen des MBG Härtefallfonds Mittelstand beantragen.

Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein bietet weitere Hilfsinstrumente wie u. a. die Anhebung der Bürgschaftsobergrenze von 1,25 auf 2,5 Millionen Euro oder die Anhebung des max. Verbürgungsgrad bis 500.000 Euro Kreditbetrag auf 90 % (bisher 80 %).

Weitere Informationen: schleswig-holstein.de; ib-sh.de; bb-sh.de; wtsh.de; ihk-schleswig-holstein.de

 

 

Thüringen (aktualisiert am 27.10., 13:30 Uhr)

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat eine Task Force „Corona & Wirtschaft“ eingerichtet. Von Corona betroffene Unternehmen können sich an die Thüringer Aufbaubank (TAB) wenden.

Mit dem ausgelaufenen „Soforthilfeprogramm Corona 2020 Wirtschaft“ wurden Klein- und Kleinstunternehmen sowie Freiberufler einmalige, direkte Zuschüsse von 9.000 bis 30.000 Euro ausgezahlt.

Zur Liquiditätssicherung wurde u.a. der „Thüringer Konsolidierungsfonds“ ausgeweitet und aufgestockt. Mit dem Förderprogramm "Corona-800 Kredit" unterstützt die Thüringer Aufbaubank kleine und mittlere Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Das "Corona 800- Kredit"-Förderprogramm verfügt über zwei Varianten: Corona-Spezial (Darlehenshöchstbetrag von 50.000 Euro) und Corona-Standard (Mindestbetrag von 50.001 Euro).

Mit dem „Soforthilfeprogramm Gemeinnützige Träger“ werden bis zum 31.10. u. a. öffentlich finanzierten Kultureinrichtungen mit wirtschaftlicher Tätigkeit, wie z. B. Museen unterstützt, die durch die Corona-Krise aufgrund wegfallender Einnahmen in eine wirtschaftliche Notlage gekommen sind.

Zusätzlich legt das Wirtschaftsministerium einen „Ausbildungszuschuss“ auf, über den Betriebe 80 Prozent der Ausbildungsvergütung zurückbekommen können, die sie an die Lehrlinge in ihrem Unternehmen nach behördlich angeordneter Schließung gezahlt haben.

Mit dem „Thüringer Zukunftsfonds“ (TZF) unterstützt das Land innovative Start-ups und Unternehmen mit guten Wachstumsaussichten, die aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Das Fondsmanagement für den TZF liegt bei der bm|t Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH.

In Thüringen erhalten Dienstleistungsunternehmen und Soloselbständige über die Überbrückungshilfe des Bundes hinaus auch weiterhin zusätzliche Unterstützung des Landes.

Die Bürgschaftsbank Thüringen hat darüber hinaus zur Unterstützung von kleineren und mittleren Unternehmen die Bürgschaftshöhen auf 250.000 bzw. 2,5 Millionen Euro angehoben.

Weitere Informationen: corona.thueringen.de; aufbaubank.de; bb-thueringen.de; thueringen.tourismusnetzwerk.info

 



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